Filmografie

HEILIGE KLÄNGE IM ALLGÄU

 

Buch und Regie: Leo Hiemer,
Kamera: Marian Czura und Bahman Kormi,
Redaktion: Andrea Kammhuber,
Dokumentarfilm über "die musikalische Begegnung der Weltreligionen" in Marktoberdorf,
Leo Hiemer Filmproduktion im Auftrage des Bayerischen Rundfunks,
45 Min.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Seit 1992 wird das Allgäu alle zwei Jahre über Pfingsten zum Zentrum der Begegnung der fünf großen Weltreligionen. Buddhisten, Hindus, Moslems, Juden und Christen aus allen Teilen der Welt reisen an, um ihre Art des göttlichen Lobpreisens in Musik und Tanz in Allgäuer Kirchen und Konzertsälen zu zeigen.

Leo Hiemer war beim Festival 2002 dabei und beobachtete. Es entstand eine 45-minütige Dokumentation im Auftrag des Bayerischen Fernsehens. Dort wurde der Film am 10. September 2002 gezeigt und anlässlich des Jahrestages der Terroranschläge vom 11. September wiederholt.

Leo Hiemer portraitiert "in seiner gewohnt schnörkellosen feinsinnigen Art", wie der Veranstalter des Festivals, Musica Sacra International, resümiert. Er lässt dabei sowohl Teilnehmer, Organisatoren, Besucher, aber auch die unerlässlichen Helfer des Festivals, wie zum Beispiel Gasteltern aus Marktoberdorf, die die Künstler aus aller Welt unentgeltlich bei sich aufnehmen, zu Wort kommen. So beobachtet er die entstehende Freundschaft zwischen zwei Teilnehmerinnen aus Marokko und ihrer Allgäuer Gastgeberin, hört dem jüdischen Kantor aus Frankreich aufmerksam zu und wundert sich über die für Tanzende Derwische aus der Türkei verschlossene Kirchentür in Kempten.

Letztendlich ist das Ziel des Festivals nicht nur die Vielfalt und die Unterschiede der Religionen zu zeigen, sondern das Verstehen und Tolerieren der Andersartigkeiten zu fördern. Denn "nur wenn Menschen miteinander reden, singen, tanzen, feiern, sich zuhören, werden sie 'Mit-Menschen', die den jeweils anderen mit-reden lassen", meint der Leiter der Bayerischen Musikakademie und Gründer des Festivals, Dolf Rabus.