Verleih

DAHEIM STERBEN DIE LEUT'

 

Drehbuch und Regie: Leo Hiemer mit K. Gietinger,
Kamera: Marian Czura,
Kinofilm,
98 Min.,
WAF-Eigenproduktion (ohne TV).
Nominierung DEUTSCHER BUNDESFILMPREIS 1986; GOLDENES EINHORN ALPINALE 1985;
Prädikat: Wertvoll.
Darsteller: Walter Neuber, Luise Zodel, Norbert Hauber, Anni Raps
Einer der erfolgreichsten deutschen Kinofilme des Jahres (400.000 Zuschauer).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Daheim sterben die Leut? – Nein, im Film stirbt niemand und „beim Postwirt ist die letzten 80 Jahre auch keiner mehr gestorben!“ stellt Opa Allgeier schlitzohrig fest. Also alles in Ordnung? - Mitnichten! Eine Fernwasserleitung muss her – jedenfalls wenn es nach dem Landrat geht. Bauer Hans Allgeier aber ist dagegen, weil er eine eigene Quelle besitzt. Doch die Quelle versiegt und die Wasserspiele können beginnen: der Pfarrer fällt ins Wasser und sieht seine Felle schon davonschwimmen, ein Gesundbeter verspritzt Weihwasser gegen den Teufel und den Landrat, der prompt von einem grässlichen Harndrang befallen wird. Und wenn Stadtfrau und Bauernbub miteinander nächtigen, scheint sogar der Teufel seine Hand im Spiel zu haben... – Aber das Imperium schlägt zurück und Bauer Allgeier gerät immer mehr in den Schlamassel. Am Schluss ist nichts mehr wie es war und das Ende der Tradition gekommen.

Der Kampf Bauer Allgeier's gegen eine Zentralisierung der Wasserversorgung entwickelt sich zum grotesken Duell zwischen Stadt und Land, Tradition und Fortschritt, Bauernschläue und Behörden-Dummheit. Die kritische und zugleich liebevolle Darstellung bundesdeutscher Provinzwirklichkeit besitzt Witz und Originalität. Der ideenreiche "Heimatfilm" ist voller boshaftem Charme!

Pressestimmen...

"Ein Heimatfilm der Extraklasse, mit traumhaft schönen Bildern." (Peter W. Jansen im SWF)

"Das Allgäu liegt näher als man denkt." (Göttinger Tageblatt)

"Ein nach allen Regeln der Filmkunst gedrehtes Stück Regional-Kino." (DER SPIEGEL)

"Hintergründige Mixtur aus Politik, Sozialstruktur, Aberglauben, Alt-Bauern-Charme und freier Liebe" (Münchner Abendzeitung)

"Ein kaleidoskopartiger Film voll Skurrilität, Groteske und Bissigkeit. – Sehenswert." (Katholischer Filmdienst)

"Ein reines Vergnügen." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

"Hinreißende Komödie." (Süddeutsche Zeitung)

"One of the best regional films of the season."  (Variety -  USA)

... und andere "Stimmen"

"...gegen Kirche, Staat und Autorität. In beleidigender Weise degoutant."  (Aus der Ablehnungsbegründung der Filmförderungsanstalt FFA von 1983)

"Da sage noch einer, wir Deutschen könnten keine Komödien machen."  (Der damalige Bundesinnenminister Zimmermann (CSU) in seiner Rede zur Verleihung des Deutschen Filmpreises 1986)